Yanlış bir şekilde

Dem falschen Weg bin ich gegangen. Nach meiner Ankunft im Hotel und einer kurzen Ruhephase beschloss ich meine Lieblingsplätze der letzten Reise noch einmal kurz aufzusuchen. Laut Stadtplan müsste ich nur der großen Straße folgen, der Kennedy Cadessi. Die sollte mich aussen herum am Topkapi Palast vorbei und auch vorbei an Sultanahmed nach Eminönü führen. Also marschierte ich an diesem gruen bewolkten Tag los. Als erstes sprachen mich zwei Männer an, die mir ihre Lederfabrik zeigen wollten und wahrscheinlich im Hinterkopf hatten, mir eine maßgeschneiderte Jacke zu verkaufen. Nach einem kurzem Gespräch, gemischt aus türkisch, englisch und deutsch, konnte ich die Verkäufer doch irgendwie abwimmeln und ging einfach weiter.  Der Weg führte mich an der alten Stadtmauer entlang, rechts on mir die stark befahrene Straße, auf der anderen Seite das Meer. Einige Männer standen dort und gingen dem Lieblingshobby eines jeden Istanbulers Mannes nach und angelten. Vereinzelt kamen mir einige Straßenköter und Touristen entgegen. Was ich nicht sah, war die Fassade des Topaki Palastes. Langsam kamen Zweifel auf, ob ich denn auf dem richtigen Weg bin. Spätestens als ich in der Ferne ein langes weites Gebäude sah, das ich von meiner letzten Bosporus-Rundfahrt kannte. Da wusste ich, dass ich auf dem falschem Weg war. Also drehte ich um und ging dem Weg wieder zurück. Um meinen zwei Leuten von der Lederfabrik nicht wieder zu begegnen, bog ich vorher ab. Diese Abbiegung führte mich nach Sultanahmed, wo ich was Essen ging, noch etwas herumleif und dann den Weg ins Hotel suchte.

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Size geri!

Size geri – Back to you – Zurück zu Dir! Das war mein Gedanke, als ich sehr spät nachts die Reise nach Istanbul buchte. Eigentlich wollte ich in dieser einen Woche im November nicht verreisen. Ich dachte an einen Leseurlaub, gemütlich daheim eingekuschelt. Hin und wieder nach Abschluss eines Buches eine Tasse heiße Schokolade genießen, während draussen die Regentropfen an die Fensterscheibe klopfen und die Herbststürme die Bäume hin und her schwenken lassen. Aber je näher diese Woche rückte, umso größer wurde das Verlangen nach einem Tapetenwechsel; einer anderen Umgebung. Der Wunsch, aus dem Alltag auszubrechen, steigerte sich. Doch wohin? Schon länger reizte mich eine Rückkehr nach London. Doch die Aussicht auf das nasskalte britische Novemberwetter verleitete mir die Idee zu diesem Zeitpunkt. In nähere Wahl kamen dann nur Barcelona oder Istanbul. Die Preise sprachen für Istanbul. Mir war klar, dass mich dort nicht unbedingt eitler Sonnenschein, sondern unter Umständen ein rauer kalter Wind, erwarten würde. Rein klimatisch gesehen natürlich. Der politisch raue Wind, der noch im vergangenen Sommer durch die Straßen der Bosporus-Metropole wehte, war inzwischen verklungen. Ob dieser Auswirkungen haben wird, wird die Zukunft zeigen. Zumindest gefährdeten diese Ereignisse nicht die Sicherheit des Reiselandes und so konnte ich ohne Angst haben zu müssen, meinen Flug und meine Unterkunft dort buchen. Am frühen Samstag morgen machte ich mich auf dem Weg zum Nürnberger Flughafen, um über Zürich nach Istanbul zu fliegen.

Iki gün!

Eminönü

Eminönü, der Hafen von Istanbul und mein Lieblingsplatz am Bosporus

Zwei Tage… dann geht es wieder nach Istanbul. Wer die Geschichte meiner ersten Reise noch nicht kennt, findet diese hier (entweder in HTML zum Lesen oder als Epub zum Download).
Wenn alles so funktioniert, wie ich es mir vorstelle, dann gibt es hier ab Samstag jeden Tag den Höhepunkt meines Tages zum Nachlesen.

Neustart

Neustart, Umbau… wie auch immer man das nennen will… Jedenfalls ist es Zeit für ein neues Gewand für Will-net.de. Hier geht es nun weiter mit einem Blog. Keine Angst, die Inhalte der alten Seite bleiben erhalten. Sie werden nur in den nächsten Tagen überarbeitet. Auf die (noch nicht überarbeiteten) Reiseberichte und Reisefotos kann man über die Links auf der rechten Seite zugreifen.