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Mein Lieblingsplatz

Mein Lieblingsplatz in Istanbul ist nach wie vor der Stadtteil Eminönü. Dort besonders der Fährhafen. Jeden Tag kaufe ich mir dort einen Simin, einen Sesamkringel, oder ein Balik Ekmet, ein Fischbrötchen, setze mich und geniesse das hektische Treiben um mich herum. Hier herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Ständig legen irgendwelche Fährdampfer an und ab. Laut brüllen die Kapitäne der Ausflugsboote Bosporus, um Touristen auf ihre Rundfahrten aufmerksam zu machen. An keinem anderen Ort in der Stadt bekommt man die Vielschichtig der Millionenmetropole so gut aufgezeigt wie hier.  Es ist wirklich alles unterwegs: Rentner, Arbeiter, Geschäftsleute, Schüler, Touristen und Bettler. Frauen, die die westliche Mode bevorzugen, Kopftuchträgerinnen und gespensterartige Wesen, die eine Burka tragen. Eine blaue Brücke, die Galatabrücke, führt über den Bosporus zum gegenüberliegenden Ufer in den Stadtteil Kadigöy. Auf der Brücke stehen zu jeder Tageszeit Männer und angeln. Würde ich in Istanbul leben, wäre ich wohl auch einer von ihnen. Auf der unteren Ebene der Brücke befinden sich Fischrestaurants. Manchmal bekommt man dort mit, wie eine der Angelschnüre hochgezogen wird und manchmal zappelt an einer der Schnürre sogar ein Fisch.
Aber in Eminönü gibt es auch noch andere Sehenswürdigkeiten als nur den Fährhafen. Gerade die große Yeni Cami, die Neue Moschee, ist einen Besuch wert. Ihr Name kommt daher, weil sie auf den Überresten einer abgebrannten Moschee aufgebaut wurde. Besonders beeindruckend ist der quadratische Innenhof.
Auch einen Besuch wert ist der Ägyptische Basar (Misir Carsisi), auch Gewürzbasar genannt. Warum das so ist, bemerkt man bei einem Besuch sehr schnell. Ein Besuch ist auch ein besonderes Ereignis für die Nase. Der strenge Geruch von Käse wechselt sich mit den süßlichen Duft anderer Gewürze ab. Schnell hat man sich in dem verwinkelten Gebäude zwischen den Ständen der Händler verlaufen. Nach einigen Abbiegungen ändert sich nun das Angebot. Statt Gewürze werden nun Stoffe, Kleidung, Teppiche und allerlei touristische Andenken angeboten. Die Händler sind sehr zurückhalten und zwingen niemanden dazu, in ihr Geschäft oder zu ihrem Stand zu kommen. Damit einem das Geld nicht ausgeht, findet man immer wieder Geldautomaten und Wechselstuben. Irgendwie finde ich einen Ausweg aus der Ansammlung an Läden und Ständen, lande auf einer Straße, an der sich ein Restaurant ans andere reiht und komme wieder in den Stadtteil Sultanahmed an, wo sich in einer verwinkelten Gasse mein Hotel versteckt.

Mein Lieblingsausblick: von Eminönü auf dem Galataturm

Mein Lieblingsausblick: von Eminönü auf dem Galataturm

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2 Kommentare zu “Mein Lieblingsplatz

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